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Wissenswertes zum Thema Datenschutz

Datenschutz ist Chefsache!

Datenschutz zählt zu den Kernaufgaben von Geschäftsführung und Inhabern von Unternehmen. Diese haben lt. Gesetzgeber dafür Sorge zu tragen, dass neben dem Schutz personenbezogener Daten auch detaillierte Dokumentationen über Datenhaltung sowie ein funktionierendes und gesetzeskonformes Backup- und Archivierungskonzept, darüber hinaus auch ein ausreichender Schutz dieser Daten vor Diebstahl und/oder Verlust vorliegt. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, ist für Geschäftsführer und Inhaber eines Unternehmens mit Bußgeldern zu rechnen.

Alle personenbezogenen Daten, sei es Kunden-, Lieferanten- Bewerber- oder Personaldaten, müssen vom Unternehmen vor Datenmissbrauch geschützt werden. Ein Missbrauch von persönlichen Daten kann Bußgelder von bis zu 20 Millionen EUR bzw. 4% des weltweiten Jahresumsatzes nach sich ziehen - der jeweils höhere Wert ist entscheidend (siehe Art. 83 Abs. 5 DSGVO).

Wann ist ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen?

Der Gesetzgeber fordert bei Unternehmen ab 20 Mitarbeitern, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten. Im Hinblick auf die Arbeit mit personenbezogenen Daten zählt auch schon der einfache E-Mail-Versand bzw. die Archivierung von Kundendaten im Kundenverwaltungssystem. Dabei macht es keinen Unterschied ob es sich um personenbezogene Daten des Bereiches B2B (Geschäftskontakte) oder B2C (Kundenkontakte) handelt.

Besondere personenbezogene Daten:

Sollten besondere Kategorien von personenbezogenen Daten verarbeitet werden, die über Rasse, ethnische Herkunft, politische Meinung, religiöse Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder Sexualleben einer Person informieren, besteht generell, unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, eine Verpflichtung einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Kerntätigkeit mit personenbezogenen Daten:

Sofern personenbezogene Daten geschäftsmäßig übermittelt, erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, d.h. in diesen Verarbeitungsvorgängen besteht die Kerntätigkeit des Unternehmens, ist ebenfalls unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen.

Wird in o.g. Fällen kein Datenschutzbeauftragter bestellt, so kann dies mit bis zu 2 Mio. € bzw. 2% des weltweiten Jahresumsatzes an Bußgeld geahndet werden, siehe Art. 83 Abs. 4 DSGVO.

Dies bedeutet für Unternehmer: Die Forderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) müssen in jedem Fall befolgt werden. Ab einer bestimmten Betriebsgröße gehört es zur existenziellen Pflicht einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.