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Deutlicher Anstieg der DSGVO-Bußgelder in 2021

Über 1,5 Milliarden Euro für DSGVO-Verstöße!

Anstieg der Bußgelder seit DSGVO - Klicken für mehr Details!

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Im letzten Jahr 2021 verzeichnet sich ein steiler Anstieg von verhängten Bußgeldern durch die Datenschutzbehörden.
Gemäß Übersicht öffentlich gemachter Bußgelder auf enforcementtracker.com, wurden im vergangenen Jahr 447 Bußgelder aufgrund Verstößen gegen die DSGVO verhängt. In Summe betragen die dort gemeldeten Bußgelder bis einschließlich Dezember 2021 über 1,5 Milliarden Euro!   

Zum Vergleich:
Während bis einschließlich dem Jahr 2019 – über 1 ½ Jahre nach Inkrafttreten der DSGVO und noch relativ zaghaft beginnend – insgesamt nur 151 verhängte Bußgelder mit rund 73 Millionen Euro bekannt wurden, wurden die Stellschrauben bis Ende 2020 schon etwas straffer gedreht und gesamtbetrachtet bereits 491 bekannt gewordene Bußgelder mit insgesamt rund 244 Millionen Euro in Europa verhängt.
2021 erfolgte nun nochmals ein exorbitanter Anstieg auf insgesamt 938 Bußgeldbescheide. Dies zeugt auch davon, dass die Menschen einerseits immer sensibilisierter mit dem Thema Datenschutz umgehen, und zum anderen, dass die Behörden nun offensichtlich genauer verfolgen, sobald DSGVO-Verstöße bekannt werden.

Der deutlichste Anstieg ist im letzten Jahr vor allem durch den E-Commerce-Riesen „Amazon“ mit 746 Mio. Euro Bußgeld zu verzeichnen. Es handelt sich hierbei um die mit Abstand höchste Strafe gegen ein Unternehmen, verhängt aufgrund „Nichteinhaltung der allgemeinen Grundsätze der Datenverarbeitung“. Dazu erwähnt sei auch, dass die Bußgeldhöhe an den Konzernumsatz gekoppelt werden darf, was sich bei größeren und umsatzstärkeren Unternehmen natürlich in beträchtlichen Beträgen auswirkt. Auch die Social-Media-Plattform „WhatsApp“ wurde, an zweiter Stelle geführt, mit 225 Mio. Euro Bußgeld wegen „unzureichender Informationspflichten“, verhältnismäßig teuer belegt. Und obwohl Deutschland sich mit aktuell 61 bekannt gewordenen Bußgeldbescheiden erst auf Rang 5 der europäischen Statistik wiederfindet, sollten Unternehmen sich hierzulande nicht unbedingt in Sicherheit wiegen. Fakt ist: die DSGVO ist nun schon ein paar Jahre in Kraft und es wird von Jahr zu Jahr fleißiger kontrolliert, ob die Bestimmungen eingehalten werden. Außerdem nehmen Beschwerden bei den Datenschutzbehörden, sei es wegen unzureichender Cookie-Banner, Datenpannen oder sonstiger fehlender Informationen, stetig zu.

Fazit: Vorsorge ist besser als Nachsicht! Datenschutzkonform zu arbeiten zahlt sich aus und schadet vor allem nicht dem Image!

In Summe betrachtet belaufen sich die in Deutschland bekannten verhängten DSGVO-Bußgelder aktuell auf 50.202.083 Euro (Stand 31.01.2022). Würde man diese Summe schlicht auf die Anzahl der bekannten Bescheide aufteilen, kommt man auf eine durchaus stattliche Summe von rund 823.000 Euro je Bescheid. Damit würde bereits eine Größenordnung erreicht werden, die für viele Unternehmen ein nicht mehr unerhebliches Ausmaß annimmt - vom Imageschaden ganz zu schweigen. Diese Betrachtung macht klar, wie wichtig es ist, Datenpannen vorzubeugen und datenschutzkonform zu arbeiten.

Unser Team von Datenschutz Pöllinger GmbH steht Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.